Wie funktioniert eine Regionalwährung?

 

Die Kaufkraft ist an die Region gebunden. Waren, die nicht hier hergestellt werden, können damit nicht bezahlt werden. So dient eine Regionalwährung nur der heimischen Wirtschaft und stärkt diese enorm. Es entsteht ein eigener kleiner Kreislauf: Ein Kunde kauft beim Bäcker Brot mit der Regionalwährung. Der Bäcker kauft sein Mehl bei der Mühle im Nachbardorf. Diese kauft ihr Getreide bei einem Bauern im Grabfeld. Der Bauer kauft sein Brot beim Bäcker, der die Regionalwährung akzeptiert.

Der Kreislauf ist geschlossen.

Das System

Der Verbraucher tauscht in einer „Ausgabestelle“ Euro in eine Regionalwährung. Dabei erhält er einen gestaffelten Bonus. Anfang des Jahres ist der Bonus am höchsten. Da erhält er für 100,-€ 104,-Grabfelder.

So funktionieren Regionalwährungen

Der Bonus sinkt pro Quartal um 1 Prozentpunkt ab. Aber selbst im Dezember hat der Kunde noch 1% Bonus gegenüber dem Euro.

Der Kunde hat also stets einen finanziellen Vorteil und wird gerne seine Euro in die Regionalwährung eintauschen, da er mehr für sein Geld bekommt. Denn der Preisindex ist 1:1 (1 Euro= 1 Grabfelder). Die vom Verbraucher hinterlegten Euro dienen zur Deckung des Regionalgeldsystems und werden bei einer Bank hinterlegt.

„Geschäftspartner“ sind die Teilnehmer am Regionalwährungs-System, also jene Geschäfte, die sich am Regionalgeld beteiligen. Der Kunde kann sie über das „Teilnehmerverzeichnis“, eine Werbebroschüre für alle Teilnehmer, ausfindig machen. Außerdem werden alle beteiligten Geschäfte gekennzeichnet (Werbetafel am Geschäft). Geschäftspartner haben erfahrungsgemäß einen Umsatzzuwachs von etwa 20%. Die Regionalwährung ist immer ein Jahr gültig. Restbestände können im 1.Quartal gegen neues Geld umgetauscht werden zu einer Umtauschgebühr von 4%. Gleichzeitig kann die Währung jederzeit in Euro zurückgetauscht werden mit einer Rücktauschgebühr von 6%. Aus den Gebühren werden die Kosten für Druck und Werbung finanziert, Überschüsse fließen in gemeinnützige, soziale, kulturelle und ökologische Projekte und Vereine. Wer die Rücktauschgebühren sparen will, sollte also die Regionalwährung lieber ausgeben. Dieser „Hebel“ setzt eine Dynamik in Gang, dass der Grabfelder fließt, also stets weitergegeben wird (ca.3-4x schneller als der Euro). Dadurch wird die regionale Wirtschaft gefördert, Produkte und Dienstleistungen innerhalb der Region ausgetauscht, Transportwege verkürzt (ökologischer Ansatz) und eine „Gemeinwohlwirtschaft“ erzeugt (Kooperation statt Konkurrenz).

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